
Die Russische Botschaft bildet die Vertretung Russlands in der Bundesrepublik Deutschland. Die Botschaft der russischen Föderation hat ihren Hauptsitz im Berliner Ortsteil Mitte. Das Hauptgebäude befindet sich in Berlin-Mitte in der Straße Unter den Linden 60-66. Die Verwaltungsgebäude befinden sich in der Behrenstraße und die Wohngebäude sind in der Glinkastraße.
An der Stelle, an der jetzt das Gebäude der russischen Botschaft steht, befand sich schon im Jahr 1837 das erste Botschaftsgebäude. Das russische Reich kaufte zu dieser Zeit das Rokoko-Palais für diplomatische Missionen in Preußen. In den Jahren 1840 bis 1841 baute das russische Reich das Gebäude um, sodass es eine Wohnung für den Zaren sowie Kanzleien, Festsäle und Diplomatenwohnungen beinhaltete. Anschließend hatte das Gebäude 100 Jahre lang die Aufgabe, russische Diplomaten zu beherbergen, unterbrochen nur in der Zeit von 1914 bis 1918 während des Ersten Weltkrieges.
1941 wurde das Gebäude der sowjetischen Botschaft versiegelt, als die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion überfiel und die Diplomaten des Landes verwiesen wurden. Ein Jahr später nahm das Reichsministerium für besetzte Ostgebiete unter der Leitung des nationalsozialistischen Ideologen Alfred Rosenberg die Gebäude in Beschlag. Bei einem Angriff der alliierten Mächte wurde das Gebäude 1944 von Bomben zerstört.
Mit der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nahm die Sowjetunion die diplomatischen Beziehungen wieder auf und beauftragte den Architekten Anatoli Strischewski mit dem Wiederaufbau des Botschaftsgebäudes und Wohnungen in der Hauptstadt. In der Zeit von 1949 bis 1951 entstand so mit Hilfe der Zusammenarbeit des deutschen Architekten Fritz Bornemann ein symmetrisches und dreiteiliges Gebäude mit zwei lang gestreckten Seitenflügeln. Der Mittelteil ist mit einem Dachgesims mit Attika-Aufsatz gekrönt. Die Fassade besteht aus Werkstein. Es handelt sich bei dem neuen fertig gestellten Gebäude um ein stalinistisches Bauwerk des Sozialistischen Klassizismus mit einigen Einflüssen des Berliner Klassizismus. In den 1990er Jahren diente das Botschaftsgebäude für die russische Botschaft als Außenstelle, da sie ihren Hauptsitz in Bonn hatte. Nachdem im Jahr 2000 die russische Föderation zurück nach Berlin zog, wurde das Berliner Gebäude der russischen Botschaft wieder der Hauptsitz.
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